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Südschweden Mai 2005, ein Reisebericht von Peter Schütt

Ja wo laufen sie denn, die Elche.

Eine Woche in Smaland, ohne Pippi Langstrumpf und auch ohne dass Glasreich Kosta-Boda geht so etwas überhaupt? Ja, es gibt da noch andere Möglichkeiten.

Jetzt aber zu den Elchen! Ja wo laufen sie denn, jetzt weiß ich es endlich.  Im Grönasen-Älgpark!!! siehe http://moosepark.net/je.htm

Start: Sonntag am 08.05.05 legt die Malmö-Linkfähre in Travemünde ab. Vorher noch schnell gegen Vorlage der Fährtickets im Getränkeshop am Skandinavienkai Dosenbier kaufen. ACHTUNG!!! Ohne Pfand weil man es nach Schweden ausführt.

Dann aber endlich aufs Schiff, dass Essen und die Aussenkabine genießen. Kurz vor der Ankunft in Malmö schnell ans Deck um die Öresundbrücke zu bestaunen. Später in Malmö angekommen, geht es die E 22 Richtung Kristianstad / Karlshamm und von hier aus weiter die Str. 29 nach Tingsryd jetzt links weiter Richtung Urshult.

Hier müssen wir nur noch das Schild finden, dass uns den Weg ins Hätteboda-Vilmarkscamp anzeigt. Das muss man gesehen haben!!!  siehe http://home.swipnet.se/~w-53623

Smaland-Schrott

Durch Zufall entdeckten wir in der nähe von Ryd, liegt an der Str. 119 Tinsryd / Urshult nach Lönsboda dann einen Autofriedhof der besonderen Art. In einem Waldstück bei Ryd hat ein Sammler Schrottautos meist aus den 1950 und 60er Jahren zusammen getragen, die nun schon seit Jahren vor sich hinrosten, verfallen und eins mit der Natur werden. Der ganze Schrottplatz steht inzwischen unter Kulturdenkmalschutz. Eine einzigartige Atmosphäre empfängt uns und führt in die Vergangenheit bzw. Vergänglichkeit.

Wenn man nicht viel Wert auf Komfort legt kann man es hier sehr gut aushalten, denn die Sanitären Einrichtungen lassen doch sehr viel Vildmarksgefühl aufkommen. Aber als Wohnmobilfahrer hat man ja auch alles selbst an Bord.

So lässt es sich aushalten, die Umgebung lädt zu Fahrradtouren ein, zum Boot fahren, Angeln oder Wandern auch Nordicwalking kannst Du hier machen, ohne sich gleich irgendwelche Sprüche anhören zu müssen. Die Skandinavier sind da viel toleranter als wir. Wahrscheinlich weil sie sich selbst so gern in der Natur aufhalten, um zu Fischen, Wandern, Skilaufen, Boot fahren oder ihre Hytta zu geniessen. Das sich eine urige Sauna im Camp befindet versteht sich ja schon fast von selbst.

Bent's Tomte & Antikmuseum und Glimmingehus

Nachdem wir eine schöne Nacht ganz in der Nähe von Simrishamm verbracht hatten hörte ich die Geschichte von Bent's Tomte & Antikmuseum in Tommarp, na und wenn ich so etwas höre dann muss ich da rein. Da ich mit meiner Weihnachtsmannsammlung seit vielen Jahren im Guinness Buch der Rekorde 1998 stehe, und bis jetzt 1622 verschiedene Figuren aus 40. Ländern habe. Vielleicht ist da noch einer den ich noch nicht habe. Obwohl sich schon sehr viele aus Skandinavien in meiner Sammlung befinden. Aber ein Sammler kann ja nie genug bekommen. Es waren viele Tomte's, Nisse und Julemand dabei die ich gerne hätte, aber leider alle unverkäuflich.

Von hier aus ist es nur noch ein Katzensprung nach GLIMMINGEHUS. Das mächtige Bauwerk wurde bis zur Mitte des 16. Jahrhundert als Wohnstätte genutzt.

Danach zog man in bequemere Wohngebäude auf der Burginsel. Glimmingehus ist ein einmaliges Zeugnis, wie ein skandinavischer Adliger im Spätmittelalter baute und wohnte. Innerhalb der Mauern des Gebäudes sind sowohl das Treppenhaus mit seinen Todesfallen gut erhalten als auch die durchdachten Wärmekanäle zur Weiterleitung der Wärme von der Küche zu anderen Räumen der Burg und die Fensternischen, die dem alltäglichen Leben, aber auch der Verteidigung dienten.

Ales stenar

Wie begräbt man einen berühmten Seefahrer? Natürlich in seinem Schiff, aus 58 Findlingen nachgebildet. Das Grab des Wikingerfürsten Ales. Wir fahren also nach Kaseberga. Alles ist voll mit Touristenautos, erst am Ende der Straße, bei der Fischräucherei finden wir einen Platz. Eine lecker geräucherte Lachsforelle und Brötchen wird jetzt der Hang hinauf gestiefelt. Man sagt ja ein Wikinger will nach seinem Tode noch übers Meer schauen! Zehn Minuten, dann endlich können wir die "Hinkelsteine" die Aussicht und den delikaten Räucherfisch genießen. Eine Fähre zieht vorbei, und bei uns das Wissen, bald schließt sich der Kreis unser einwöchigen Südschwedentour, und dann heißt es Adjö, du blau-gelbes Urlaubsland.

Freie Stellplätze in Skandinavien

Jetzt noch etwas über freies stehen im Norden, eine sehr gute Möglichkeit unter vielen sind meist die kleinen Häfen. Oft findet man dort WC's und Wasser mit viel Glück sogar Strom. Hafen heißt auf Schwedisch HAMN. Meist findet man jemanden denn man fragen kann ob man für eine Nacht oder mehr bleiben darf. Auf Schwedisch: Ar camping tillaten (Ist campen erlaubt)!

Was auch sehr gut hilft alle Sehenswürdigkeiten zu finden und entdecken, wir holen uns aus den Touristenbüros der Stadt Unterlagen und Prospekte über die Region in der wir gerade sind. Da sind immer viele Dinge dabei, an denen man sonst vorbeisaust.

Ein sehr interesanter Reiseführer über Schweden ist auch das Buch, die Reise des kleinen Nils Holgerson.

Zum Schluß Urlaub mit dem Wohnmobil im Norden ist etwas ganz besonderes. Und deshalb wer den Inhalt seiner Campingtoilette hinters Gebüsch gießt, den soll der Blitz beim Schei... treffen.

Noch fragen ? mup.schuett@t-online.de

Allen Skandinavienfreunden schöne WOMO-Touren durch den Norden.

P

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eter Schütt