Banner_2_Reisemobil-fahren.de

Agriturismo Nuraghe Mannu in Cala Conone

Nach der Besichtigung des Nuragendorf Serra Orrios folgten wir dem Tipp von Peter Höh und suchten den „Agriturismo Nuraghe Mannu“ in schöner Lage hoch über Cala Gonone auf, dort sollten Stellplätze zur Verfügung stehen. Leider waren diese maximal für VW-Busse geeignet. Abwehrend die Hände schwenkend kam eine junge Frau angelaufen, als sie unsere Reisemobile sah: Nur nicht auf das Gelände fahren! Was nun in angesichts des späten Nachmittags? Wir könnten ruhig auf der Piste übernachten, das wäre kein Problem. Da die Piste eine Sackgasse war, haben wir nach kurzer Beratung zugesagt und ein Abendessen für uns vier bestellt. Strahlend ging die junge Frau ins Haus zurück. Nun begann das wenden der Reisemobile. Das rund 7,70 Meter lange Robel-Mobil musste rund 10-mal auf der schmalen Piste hin und her bewegt werden, bis das Wendemanöver gelang. Aus dem Fenster bot sich anschließend ein Blick über die Bucht von Cala Conone.

Das Abendessen im gemütlichen Essensraum entschädigte für alle Mühen. Ein 7-Gängemenü vom Feinsten wurde uns geboten. Zwei Vorspeisen, Schinken, Käse, dann Nudeln in leckerer Tomatensoße. Hier lernten wir die sardische Brotspezialität kennen, dünne trockene Teigfladenblätter auch „Notenblätter“ (Carasau) genannt. Es folgten Fleischgerichte mit zwei Fleischsorten, wir tippten auf Kalb- und Rindfleisch. Lecker, lecker, und sogar ein Nachschlag wurde jeweils angeboten! 

Zum Nachtisch gab es warmes Gebäck (frittierte Sebadas) mit Käse gefüllt und mit bitterem Honig übergossen. Es folgten Äpfel und Pfirsiche. Ein leckerer Rotwein begleitete das zweieinhalbstündige Essen, dann folgte der Kaffee und ein Schnäpschen aus drei Sorten zum aussuchen. Das Essen hatten wir vorbestellt, ohne zu wissen was es gab und wie viel es kostet.Nicht nur die “beiden Mädels” waren vom Essen begeistert, nun hieß es bezahlen. Unsere kostspieligen Schätzungen lagen deutlich daneben. Das komplette Menü inklusive aller Getränke kostete für pro Person 18 Euro. Wir kugelten uns in unsere Betten, das Übernachten auf der Piste war ruhig bis morgens die ersten Fahrzeuge vorbeihumpelten.

Am Morgen konnten wir noch die warmen Duschen des Nuraghe Mannu nutzen und beobachten, wie zwei Pferde und ein Hund einen „Ausflug“ machten. Als der Besitzer kam, um die Tiere einzufangen, verschwand der Hund flink unter dem nächsten Zaun, so nach dem Motto, ich doch nicht, ich habe damit überhaupt nichts zutun!

Nach einem Fotostopp mit fantastischem Blick auf die Küste von Cala Gonone führte uns der Weg nach Baunei. Wir folgten der SS 125 und befuhren wir einer der schönsten und spektakulärsten Gebirgsstrecken auf Sardinien, rund 50 Kilometer ohne eine Ortschaft.

Die eindrucksvolle Gorropu-Schlucht faszinierte aus der Ferne.

Passo Genna Silana

Nach gut 26 Kilometer Kletterfahrt erreichten wir den „Passo Genna Silana“. Sofort nach dem Aussteigen wurden wir vom „Gipfel-Eber“ begrüßt, der alle Touristen gierig anbettelte. Ängstliche Naturen wurden frech angestubst, die Kleidung sah anschließend „versaut“ aus. Neben den herrlichen Ausblicken sorgte die freilaufende „alte Sau“ für Aufheiterung.

P1000600 P1000597

He Du Eber, kapiere es endlich, es gibt hier nichts zum fressen!!

Aber Helga, ein Tänzchen in Ehren, kann doch niemand verwehren!

P1000621

Hund und Katze werden hier auf italienische Art “beidhändig” verwöhnt.

Unsere läufige Hündin bekam immer wieder “Herrenbesuch”!

Nach dem Pass windet sich die weitgehend gut ausgebaute Straße über den Supramonte. Bei Kilometer 175 besuchten wir die Ziegenproduktionsstätte „Coop Gruthas“ auf. Der deftigen Geschmack war zwar ein wenig ungewohnt, aber wir haben doch ein Stück des trockenen Ziegenkäse erworben.

An einem engen Straßenstück kamen uns Reisemobile entgegen, trotz sofortigen Bremsen musste das Robel Mobil eine Seitenleuchte spendieren, da die Leitplanke an einer Stelle ebenfalls mit einem überstehenden Warnstrahler versehen, dieses Opfer forderte. 

Nach oben

Zurück zur Übersicht

Weiter

 

Zurück zur Übersicht Reiseberichte Deutschland - Europa - Welt