![]() |
|
Pula – Aera Archeologica di Nora Bei den hohen Stellplatzpreisen des „Camper Cagliari Park“ wurde natürlich eine komplette Ver- und Entsorgung vorgenommen. Dann düsten wir die Schnellstraße Richtung Pula, da dieser Küstenabschnitt neben Industrie, insbesondere Petrochemieanlagen, nichts Touristisches bietet. Wir schlängelten uns durch das Örtchen Pula zur etwa 4 Kilometer entfernten antiken Römerstadt Nora. |
|
Die Straße endet auf großen Parkplätzen am Beginn des Kaps von Pula mit vielen Palmen. Unweit der archäologischen Ausgrabungsstätte lädt der Strand von Nora zum Baden mit Blick auf die antiken Steinhaufen ein. |
||||||||||||||||||||||||||
|
Nora, eine halb im Meer versunkene Ausgrabungsstätte. Nach einem Obolus von 5,50 Euro pro Person starteten wir unseren “selbstgeführten” Rundgang durch die älteste und bedeutendste antike Stadt Nora Sardiniens. |
||||||||||||||||||||||||||
|
Auf einer schmalen Halbinsel gelegen, sind Teile der antiken Siedlung im Meer versunken. Aus der phönizischen Gründungszeit der Stadt um das 9. Jahrhundert vor Christi ist nicht viel erhalten geblieben. Das berühmteste Zeugnis dieser Zeit ist die "Stele von Nora". Auf ihr wird zum ersten Mal der Name Sardiniens erwähnt. Die Säule steht heute im Nationalmuseum in Cagliari. Auch aus der Zeit der karthagischen Besiedlung der Stadt ist nur wenig bekannt. Die meisten Relikte, die heute in Nora zu sehen sind, stammen aus der Zeit der Römer, die die Stadt ab 238 vor Christi besetzten und sie zum Sitz des römischen Statthalters in Sardinien machten - nicht ohne die alte Stadt fast vollständig zu überbauen. Tja, so waren die alten Römer halt. Der beschauliche Rundgang fast alleine auf dem Gelände hat uns beeindruckt. Die Wellen des Meeres reichen bis an die antiken Thermen heran und holen sich bis heute regelmäßig noch Teile der antiken Hinterlassenschaften. |
||||||||||||||||||||||||||
|
Übriggelassen haben sie unter anderem ein Amphitheater sowie Tempel, Thermen und Privatvillen mit gut erhaltenen Mosaikfußböden. Immer wieder ragt eine antike Säule empor, und unter den Pinienbäumen an der Ausgrabungsstelle kann man sich von der Sonne erholen. Über der antiken Stadt erhebt sich, an der Spitze der Halbinsel, ein Sarazenenturm aus dem 16. Jahrhundert, der auf den Resten der phönizischen Akropolis steht. Vermutlich waren es die Vandalen, die Nora im 6. Jahrhundert besetzten und den raschen Niedergang der Stadt auslösten. Erst 1889 wurden die Überreste von einer Springflut an der Küste der Halbinsel freigelegt, so liest Helga aus dem Reiseführer vor. |
||||||||||||||||||||||||||
|
Auf der anderen Seite der Bucht zu sehen, die Ängste vor Waldbränden hat auch die Sarden veranlasst, große Schneisen in die Wälder zu schlagen. |
||||||||||||||||||||||||||
|
Ein 432 mm Schuss mit dem Tele: Ob sich die junge Dame erweichen lässt und dem Kätzchen etwas abgibt? Wir haben es nicht beobachten können. |
||||||||||||||||||||||||||
|
Überall auf dem Gelände schürften vorsichtig junge Frauen und Männer. Die jungen Archäologen pusteten und pinselten Staub von Steinen und archivierten die Fundstücke. |
|||||||||||||||||
|
Eine mühselige Arbeit bei warmen Temperaturen, eine kleine Pause macht die Mühe erträglich. |
|||||||||||||||||
|
Die Mittagspause der jungen Archäologen unter Schatten spendenden Bäumen. |
|||||||||||||||||
|
Nach einer kurzen Mittagspause fuhren wir Richtung „Costa del Sud“, eine besonders reizvolle Küste mit herrlichen Badebuchten (wo ist es auf Sardinien nicht schön?) zu Füßen des Torre di Chia, dem südlichsten und wärmsten Teil von Sardinien. |
|||||||||||||||||
|
|
|
Zurück zur Übersicht Reiseberichte Deutschland - Europa - Welt
|