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Rollertour Masua - Nebida - Fontanamare

Nach einem Tag mit vielen Regenschauern hatte sich das Wetter wieder gebessert. Die Wolken waren zwar noch nicht vollständig verschwunden, doch die Sonne schien fast durchgehend.

Mit dem Motorroller verließen wir die Schlucht von Buggerru und fuhren zunächst steil die Berge hinauf. Dort oben bot sich ein unübertrefflicher Ausblick auf Buggerru, dem Hafen und Strand samt Reisemobilplatz.

Wir durchquerten eine einsame Hochebene und erreichten wir über eine Stichstraße den Strand „Cala Domestica“. Bereits vom Parkplatz war die Bucht mit Sandstrand, eingerahmt von beiden Seiten durch Felsen, schön anzusehen. Überall zeugen Mauerreste von der ehemaligen Nutzung durch die Bergwerkgesellschaften, heute durch Schafe besiedelt.

Auf der rechten Seite der Bucht, durch einen kleinen Tunnel, erreicht man eine zauberhafte kleine Bucht mit Sandstrand.

Auch hier Mauerreste, ob hier direkt am Strand einer der Bergwerkdirektoren sein Sommerhaus bewohnt hat?

Weiter fuhren wir durch eine einsame raue Landschaft. Diese Strecke war nur mit Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht befahrbar. Auf einem Teilstück von etwa 150 Metern führt die Straße einspurig an einer gesperrten etwas abgesackten Spur vorbei. Wir „rollerten“ Hänge mit einer Steigung von 10% hinauf und wieder hinunter und erreichten nach einer Serpentinenstrecke das triste Masua. Nur wenige Häuser und Berg- und Zementwerke, die dem Verfall preisgegeben sind. Eine sehenswerte Attraktion ist der über 130 Meter hohe Massiv „Pan di Zucchero“ (Zuckerhut), das sich imposant aus dem Meer erhebt.

In Fontanamare mit seinem langen Sandstrand kamen wir uns ein wenig verlassen vor, das Saisonende war bereits deutlich zu spüren. Auch hier überall Häuserreste von Bergwerken.

Interessant anzusehen ist ein alter Abluftschacht, der den Berg hinauf gebaut wurde.

Bedächtig kurvten wir die schöne Strecke zurück, interessanterweise mit teilweise neuen Eindrücken der reizvollen Landschaft.

Warten auf den Fotografen.

Vorbei an der majestätischen Steilküste, die in Sardinien kaum vergleichbar ist, erreichten wir Nebida.

Einem Tipp von Peter Höh folgend, liefen wir am Ende des Ortes einen schön angelegten Panoramaweg um einen großen Felsen der Steilküste herum.

Auch hier mit herrlichen Panoramen auf die Bucht von Porto Flavia.

Der Weg führt mitten durch die Bar „Al `906 Operalo“ mit kleiner Speisenkarte, im Stollen eines ehemaligen Bergwerkes gebaut.

Leider über Mittag in dieser Zeit geschlossen. Von hier kann der einzigartige Ausblick stilvoll beim Kaffee oder was auch immer genossen werden ... wenn die Bar geöffnet hat.

Nach 54 Kilometern Gesamtstrecke treffen wir wieder in Buggerru ein. Das sonnige Wetter hielt bis zum späten Nachmittag an, die kräftigen Wellen hatten etwas nachgelassen.

Die Geckos nutzen die Sonnenstrahlen zum aufwärmen. Der Mensch, hier die Spezies der besseren Hälfte, machte das beim lesen ebenso. Der einheimische Herr genoss ebenfalls nach dem Regen die Sonne auf der Promenade.  

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