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Ausflug zu den Dünen der Costa Verde

Nach einer regnerischen Nacht hatte sich am Morgen die Sonne wieder durchgesetzt. Heute stand bei strahlend blauem Himmel mit einigen Wolken eine Erkundigungsfahrt mit dem Motorroller zu den größten und eindrucksvollsten Dünenarealen Sardiniens auf dem Programm. Zum tanken in zweifacher Hinsicht fuhren wir zunächst nach Fluminimaggiore, neben Benzin für den Roller war auch in den Portemonnaies Ebbe. Beides gefüllt folgten wir der gut ausgebauten SS 126 in die Berge, bis hinauf zu knapp 500 Meter Höhe.

Der Karte vertrauend bogen wir Richtung Scivu von der SS 126 ab. Ein kleines Sträßlein schlängelt sich einsam durch die Berge mit schönen Blicken auf die Costa Verde und dem Hinterland. Nach gut 10 Kilometern endete die Straße vor einem doppelten Schlagraum. Etwas ratlos schauten wir auf die Karte, eigentlich sollte die Straße hier weiter führen. Ein uniformierter Mann kam auf uns zu, wir zeigten ihm auf der Karte unser Ziel. 

Er bedeutete freundlich, hier beginnt die Sicherheitszone eines Gefängnisses, wir müssen zurück zur SS 126 und dann Richtung Ingurtosu und nach Picinas.

Hätten wir nur den Reiseführer von Peter Höh vor der Tour genauer gelesen! Der nächste Abzweig führte uns über eine rund 10 Kilometer lange Straße zur Küste. Immer wieder bot sich ein schöner Blick auf die Sandberge in der Ferne. Schließlich verwandelte sich die Straße in eine Piste.

Auch größere Reisemobile haben den Weg zum Strand gefunden. Vorbei an einem verlassenen Bergwerk beginnt eine über 6 Kilometer lange üble Piste mit derben Schlaglöchern, die in unserem Fall auch noch mit Wasser gefüllt waren. Unser Roller hoppelte langsam aber gewandt um die Schlaglöcher herum bis zum Hotel Le Dune.

Obwohl ein eindeutiges Verbotsschild die Weiterfahrt für Camper untersagte, standen 4 Reisemobile auf dem Parkplatz. In der Nähe liegt der Campingplatz Costa Verde, der auch mit einem Reisemobilsymbol warb ...

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Das Hotel Le Dune inmitten der Dünen

Wie eine Sandwüste erheben sich die bis zu 50 Meter hohen Wanderdünen bis zu 3 Kilometer in das Hinterland. Stranddisteln, Binsen und Mastixbüsche krallen sich in dem Sand. Zwar ein einzigartiger Anblick, aber ein wenig übertrieben wird diese Region auch als Sahara Sardiniens bezeichnet. Ein riesiger weiter Strand tut sich hier auf, an dem sich nur noch wenige Touristen aufhielten.

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Beeindruckt ließen wir den Blick über dieses Naturereignis schweifen. Wir verließen das Naturreservat mit der Hoffnung, dass sich die Touristen an die Ge- und Verbote zum Erhalt der Tier- und Pflanzenwelt halten.

In Ingurtosu wird ein Gebäude durchfahren, die Durchfahrt angeblich 3,40 Meter breit und nur 2,60 Meter hoch. Allerdings sollen laut Reiseführer die Angaben nicht stimmen, Reisemobile passen doch durch ... aber welche Höhe? Mit dem Motorroller mussten wir zumindest nicht die Köpfe einziehen.

Auf der Rückfahrt kamen die Nierenschützer zum Einsatz, denn den in den Bergen wurde es ordentlich kühl.

Zurück sausten wir über die angenehm verkehrsarme SS 126 durch eine einsame Landschaft.

Nach dem Abzweig Richtung Buggerru zuletzt vorbei an den terrassenförmigen derzeit leeren Reisemobilstellplatz ca. 4 Kilometer vor Buggerru am Restaurant San Nicolo. Die Küstenstraße führt direkt an dem Gelände ohne Ver- und Entsorgung vorbei. Von hier hat man einen atemberaubenden Blick über eine Bucht von Portixeddu mit lang gezogenen Sandstrand. Ein Schild wies eine Gebühr von 8 Euro für Camper aus. Hinter dem Ristorante kann an einer Quelle Wasser gezapft werden.

Die Tour über 98 Kilometer endete wieder in Buggerru. Oben von der Bergstraße noch mal ein schöner Blick auf den Ort Buggerru mit Stellplatz, in dem wir uns inzwischen doch ein wenig verguckt hatten.

Glück hatten wir mit dem schönen Wetter auf der Tour, denn gegen 16 Uhr verzog sich die Sonne wieder. Spät am Abend regnete es vorübergehend, die Wellen waren noch ruhiger geworden, bester Schlaf war garantiert.   

Das Handy meldete ein SMS, die Reederei schrieb im besten Deutsch, dass die Abfahrt der Fähre am 12. Oktober eine Stunde später stattfindet. Das ist doch ein guter Service? Aber es sollte ganz anders kommen! Doch davon später mehr.

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