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Solenzara

Nach der Enttäuschung fuhren wir Richtung Solenzara. Die gut ausgebaute Straße führt zuletzt an der „Costa Serena“ direkt am Meer vorbei, immer wieder schöne Aussichten auf die Felsenküste, unterbrochen von nur wenigen kleinen Badebuchten. Im Zentrum von Solenzara gibt es einen kostenlosen Pkw-Parkplatz (N 41°51'24.3, E 9°24'02.6) mit Blick auf den Jachthafen, allerdings dort keine Bademöglichkeiten. Einige Reisemobile nahmen diese Übernachtungsmöglichkeit wahr. Irgendwo stand auch das obligatorische WoMo-Verbotsschild, aber das bezogen wir nicht auf den Parkplatz, sondern auf die freie Fläche vor dem Hafen. 

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Was machen wir mit dem Nachmittag? Richtig, den Motorroller gestartet und eine Fahrt in das Bavella-Massiv gemacht. Eins der schönsten Gebirge Korsikas mit ausgedehnten Kieferwäldern und bizarren Felsformationen. Die s.g. Badegumpen des wenig Wasser führenden Flusses Solenzara haben wir allerdings nicht genutzt. Die gut ausgebaute D 268 durch ein Naturschutzgebiet mit Panoramaausblicken brachte uns nach ca. 30 Kilometern und vielen Kurven auf den Gipfel in 1.218 Meter Höhe.

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Die Aussicht war nach einer Seite mit Wolken verhangen, aber insgesamt ein herrliches Stück Natur. Das sollte man sich nicht entgehen lassen! Ob sich der Parkplatz auch als Übernachtungsplatz anbietet? Zumindest waren keine Verbotsschilder zu sehen.

Auch hier Tourismus pur, mehrere Restaurants, in vielen Hütten Übernachtungsmöglichkeiten für die Wanderer und in der Saison kostenpflichtige Parkplätze.

Der Campingplatz weiter unten am Solenzara Fluss war bereits geschlossen. Übrigens, heute war der Tag der deutschen Einheit! 

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Der Abend endete in einem netten Restaurant an der Hauptstraße Solenzaras, uns wurden die Calamares frites empfohlen, das wäre eine Spezialität des Kochs. Auf Nachfrage wurde bestätigt, eine Übernachtung mit dem Reisemobil wäre auf dem Parkplatz kein Problem. Die Calamares mit Wein und Kaffee war für 26 Euro (für 2 Personen!) bestens. Außerdem wurde Internet kostenlos angeboten, so wühlte sich der Autor endlich mal durch etliche E-Mails. Allerdings hatte die Tastatur so ihre Tücken, so dauerte es etwas, bis endlich die Funktionen verstanden wurden. 

Mitten im Ort übernachten, das war kein Problem. Aber gegen 7 Uhr fingen die Zimmerer der nicht weit entfernten Baustelle an, weiter an dem noch nicht fertig gestellten Dachstuhl, zu hämmern. Die Hunde des Ortes nahmen auch ihre Kommunikation auf. Wenig später bekam das in der Nähe stehende Oldtimermobil Starthilfe, die beiden jungen Frauen freuten sich riesig und ließen aus Dankbarkeit in den nächsten 30 Minuten den Motor laufen, bevor sie abfuhren. Also nichts mit ausschlafen. 

Ein wenig Strand war gefragt, zunächst fuhren wir den Picknickparkplatz an der Mündung des Travo an. Das WoMo-Verbotsschild war recht neu, aber auch der steinige Strand war nicht einladend. Als Übernachtungsplatz weit „ab vom Schuss“. Allerdings die Soldaten auf dem riesigen Militärgelände in unmittelbarer Nähe könnten das ausgleichen...

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Da war der einsame Parkplatz am „Plage de Quercione“ (N 41°57'35.0, E 9°24'50.3) attraktiver, ein herrlicher langgezogener Sandstrand lud zum Verweilen ein. Aber hier völlig allein übernachten, fragten wir uns am späten Nachmittag? Das war uns nicht so geheuer. Solenzara war nicht weit, somit kehrten wir in das nette Lokal des Vorabends ein, die gratinierten Muscheln schmeckten vorzüglich. Übrigens, wenn man dort einen Pastis trinkt, dann zahlt man schlichte 1,10 Euro, genau so teuer wie der Kaffee. 

Die fleißigen Handwerker begannen auch heute Morgen früh ihre Arbeit. Aber das wussten wir ja bereits vom Vortag. Vor der Abfahrt noch ein wenig eingekauft und dann wurden das Triebwerk angelassen.

Marine de Solaro

Ein weiterer Strandtag war willkommen, warum nicht mal auf einem Campingplatz? Einen haben wir uns direkt hinter Solenzara angesehen, direkt an der N 198 für knapp 18 Euro. Der Strand war zwar schön, der deutliche Lärm von der Straße überzeugte weniger. Da könnte man auch auf der Autobahn übernachten, also weiter. Der nächste Campingplatz war in Marine de Solaro ausgeschildert, schön ruhig am Sandstrand, aber bereits seit dem 16. September geschlossen. Die Strandpizzeria wurde auch schon ausgeräumt. Am Campingplatz befand sich ein Wohnhaus, davor ein Parkplatz. Kurz entschlossen blieben wir, auch über Nacht. Übrigens, auch hier standen ein Stück weiter Verbotsschilder, von 20 bis 7 Uhr für Wohnmobile verboten.  

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