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Am Abend besuchten wir das zum Campingplatz gehörende gleichnamige Restaurant und Pizzeria. Auf einer direkt am Meer gelegenen Terrasse mit Blick auf den Vollmond, wurden wir mit einer leckeren Pizza und roten „Vino de Casa“ verwöhnt. Lange saßen wir dort bei lauen Sommertemperaturen und entspannten uns, ein gelungener Auftakt unserer Reise. |
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Dort ein schöner Blick auf die Jachten und Segelboote. Die vielen Freizeitboote haben nur noch wenig Platz für die Fischer gelassen. Korsikas größte Kirche im Hafenviertel mit zwei mächtigen Glockentürmen ist das Wahrzeichen der Stadt. |
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Die „Terra Vechia“ (Altstadt) mit hohen Häusern und vielen bröckelnden Fassaden verbreitete einen reichlich abgewohnten Charme. Viele Wäscheleinen waren gespannt, jetzt in der Mittagszeit klapperten die Töpfe, die Essensgerüche machten uns Appetit. Überall drang lebhaftes Stimmengewirr aus den Häusern, das vermittelte irgendwie italienisches Flair. Nach einem kleinen Snack noch ein wenig eingekauft, so das lebensnotwendige, Wein, Wasser und Baguette. Der Motorroller bekam auch einen Schluck Superbenzin und schon brummten wir zurück zum Campingplatz. |
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Der mit 25 Grad warme Nachmittag bei wechselnder Bewölkung wurde relaxend vor dem Reisemobil verbracht. Gegen Abend bekamen wir einige Nachbarn, die mit einfachen Mitteln Kleintransporter zum Campen nutzten. Aber auch ein französisches Reisemobil mit zwei Paaren tauchte neben uns auf, auf einem Anhänger zwei schwere Motorräder. So hatten wir was zum beobachten. |
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In Botticella zweigt die oft sehr schmale Straße nach Tollare ab, sie ist streckenweise in einem desolaten Zustand. Wir hatten Glück, die wenigen Pkws rangierten flott an uns vorbei. Aber wehe es kommt in den engen Stellen ein Lkw entgegen, dann heißt es Nerven bewahren. An einem Laternenmast im Örtchen Poggio stand ein Leiterhubwagen mit ausgefahrenen Stützen, die Straßenbeleuchtung wurde repariert. Gegenüber parkte auch ein Fahrzeug, zu schmal der Durchlass für uns. Also warteten wir ca. 15 Minuten bis die Reparatur erledigt war, und beglückwünschten die Monteure für die flotte Arbeit, die freundlich den Platz räumten. Wir rumpelten weiter, bis das verträumte Nest Tollare erreicht war. |
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Ein deutsches Paar erzählte, in der Saison würden 10 Euro (keine Entsorgungsmöglichkeit) kassiert, aber jetzt in der Nachsaison wäre keiner zum Kassieren gekommen. Tatsächlich, ein kleines Schild mit dem Tarif für Reisemobile, tagsüber wurden 4 Euro von der Verbandsgemeinde Ersa verlangt. Der Ort ist touristisch ein „Nichts“, kein Café, kein Restaurant, geschweige denn irgendwelche Einkaufsmöglichkeiten. |
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Gut durchgeschwitzt nach den gut sechs Kilometern erst mal ins wohlige, seidenweiche Meer hüpfen, herrlich! Das warme Spätsommerwetter ließ sich für den Rest des Tages relaxend gut ertragen. |
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Einige einladende Restaurants im Halbrund des Hafens warteten auf die jetzt wenigen Gäste, natürlich viel Fisch und Krustentiere im Angebot. Die Letzteren hätten ein deutliches Loch in unserem Portmonee hinterlassen. Für uns tat es am späten Vormittag die Hafenbar, das „erste Haus am Platze“, etwas trinken und den schönen Blick auf den Hafen genießen, Entspannung pur. Im kleinen Lebensmittelgeschäft erstanden wir zähes Zopfbrot, das aber nach dem Aufbacken im Reisemobil genießbar wurde. Einige Reisemobile standen auf dem Parkplatz am anderen Ende des Ortes, mit einer separaten Zufahrt. Da kräftige Wolken über den Bergen aufzogen, fuhren wir zurück, diesmal die bessere Straße mit wenigen Engpässen über Barcaggio nach Tollare. Hier schien die wieder Sonne, das Meer lud wieder zum Schwimmen ein. Am Abend wollten wir im 2,5 Kilometer entfernten Barcaggio in ein Restaurant einkehren. Überraschung, eins war geschlossen, eins bot nur Mittagstisch, das dritte war ausgebucht, wir hätten reservieren müssen. Was nun? Was soll der Geiz, der Motorroller tuckerte, ab nach Centuri Port, dort fanden wir auf der Terrasse eines Hotelrestaurants noch ein Tischchen. Ganz ordentlich gespeist und gestaunt was die Franzosen für Mengen an Krustentieren vertilgten. Im Dunkeln kurvte der Rollerpilot sorgsam den Schlaglöchern ausweichend die ca. 15 Kilometer zurück nach Tollare.
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