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Rückfahrt Corsica Ferries Um 6 Uhr piepste bereits der Wecker, denn bis spätestens eine Stunde vor der Abfahrt sollte man sich auf dem Parkplatz des Hafens einfinden. Schnell noch für 1,35 Euro pro Liter vollgetankt und sogar frisches Baguette bekommen. Die „Sardinia Regina“ kam pünktlich. |
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Ein Reisemobil mit Motorradträger setzte beim Befahren der Fähre leicht auf. Auf dem Schiff wurden wir unfreundlich sehr eng eingewiesen, das haben wir auf unseren vielen Fährfahrten noch nicht erlebt. Kaum war der Motor aus, sollten wir sofort aussteigen, Moment, so schnell geht das nicht, schließlich mussten wir noch unsere Taschen greifen! Schon stand ein anderes Reisemobil mit ca. 20 cm Abstand neben uns, nur noch aus der Fahrertür konnten wir uns so gerade eben raus quetschen. Das war schon eine Zumutung. Das Schiff war ein ziemlich alter und nicht sehr gepflegter Kahn, brachte uns aber bei sehr ruhigem Meer fast pünktlich nach Livorno. |
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Das Ausschiffen in Livorno war für Reisemobile mit längeren Überhang ausgesprochen heikel, das Personal wies die Fahrer genau ein, wann und wie schräg sie über den starken Buckel der Rampe einschlagen sollten. Für unseren „Big Grasshopper“ war das kein Problem. Lucca Vom Hafen Livornos bummelten wir über Landstraßen vorbei an Pisa, eigentlich wollten wir dort übernachten, aber die Zufahrt zu dem mit 18 Euro teuren Stellplatz war mit 3,30 m Höhe ausgewiesen, das war zu riskant bei 3,32 Höhe des Reisemobils. Auf nach Lucca, der dortige Stellplatz (in der Woche 10 €) war nicht sehr besucht. Am Nachmittag flanierten wir mal wieder durch die schöne Altstadt von Lucca, am Abend versorgte uns eine kleine Pizzeria mitten in der Altstadt preiswert und gut. Lago Maggiore Eine spontane Entscheidung, den Lago Maggiore als Zwischenstopp einzubauen. Am Nachmittag erreichten wir den Stellplatz in Verbania, dort waren alle 14 ausgewiesenen Parkflächen für Reisemobile besetzt, der angrenzende Pkw-Parkplatz leer. Trotz des Angebots auch hierfür die 10 Euro zu bezahlen, beharrte der Kassierer, hier dürfte wir nicht übernachten. Gut war, er ordnete für ein Reisemobil mit Hänger an, der einen Stellplatz blockierte, den Hänger abzukoppeln. Aber der freiwerdende Platz war schnell von jemanden belegt, der später kam. Wie heißt es? Charakter zeigt man auch beim parken! Wobei ich die Parksituation für die Reisemobile schrecklich fand, mit 1 bis 1,5 Meter Abstand standen die Mobile dort. Also rollten wir nach dem Abendessen weiter. Glück gehabt, eine Tankstelle mit Automaten verkaufte den Liter Diesel für 1,364 Euro. Während die Beifahrerin fasziniert den See samt Vollmond und die schön beleuchteten Orte bestaunte, steuerte der Pilot konzentriert das Mobil entlang des Lago Maggiore auf den engen Straßen Richtung Schweiz. Der Schweizer Grenzbeamte gab uns freundlich Tipps, wie wir das Formular mit dem Tageseintrag der Schwerlastabgabe günstig nutzen könnten. Da es schon nach 19 Uhr war, durften wir bereits den Folgetag eintragen. |
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Leider standen neben dem Stellplatz Baumaschinen, die doch recht früh lärmend ihren Betrieb aufnahmen, um zu ihrem Einsatzort zu fahren. Nach einem längeren Rundgang durch die hübsche Altstadt Luganos, vorbei an einer Bastei, fuhren wir gegen Mittag Richtung Autobahn. Aber zunächst musste ein längerer Stau auf der Landstraße vor den etlichen Kreisverkehren bewältigt werden. Auch vor dem Gotthard Tunnel staute es gewaltig, aber danach konnten wir bei kühlen, aber sonnigen Wetter unsere Fahrt in der Schweiz ungestört fortsetzten. Bei beiden Staus bot sich keine Umleitung an. Auch in Deutschland wurde ein 11 Kilometer langer Stau an einer Baustelle gemeldet, die Umleitungsfunktion des Garmin Navis funktionierte diesmal prima, mit nur wenigen Kilometern Umweg führte uns das Gerät staufrei an unser Ziel. Emmendingen Nach einem Einkauf am Rande Freiburgs trafen wir am frühen Abend auf dem Stellplatz in Emmendingen ein. Wie haben sich die Zeiten geändert, in Deutschland ist das Tanken teurer als in Italien! Bei einer freien Tankstelle an einem Real-Markt wurden „günstige“ 1,439 Euro für den Liter Diesel verlangt, also hinein mit dem unentbehrlichen Treibstoff. Auf dem Stellplatz standen am heutigen Freitag rund 10 Reisemobile. Wie bei der Hinfahrt versorgte uns das nah gelegene Restaurant Campus mit Speis und Trank. Klüsserath - Hattingen Einmal im Jahr besuchen wir gerne Küsserath an der Mosel, Wanderungen und Einkehr in die preiswerten Straußwirtschaften erfreuen immer uns wieder. Da das Wetter herbstlich schön war, waren zwei angenehme Tage schnell herum. Am 17. Oktober 2011 erreichten wir unsere Heimatstadt Hattingen. Gefahren sind wir 3.511 km, der Computer des Sprinters wies aus, das wir dafür 72:34 Stunden gebraucht hatten, einen sagenhaften Durchschnitt von 48 km/h erzielten und dafür über alles 14,5 Liter durchschnittlich des kostbaren Diesel pro 100 km gebraucht haben. Copyright Bernd Loewe
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