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Griechenland August / September 2004, ein Reisebericht von Bernd Loewe |
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Anreise Bereits nach wenigen Kilometern fiel es dem Piloten schlagartig ein, kein Tropfen Wasser an Bord! Aber kein Problem, unterwegs auf einem Autohof freundlich gefragt und der Wassertank konnte gefüllt werden. Das war uns 2 € Trinkgeld wert. Am Abend, nach 415 staufreien Kilometern mit einigen kräftigen Regenschauern haben wir in Bühl/Baden am Schwarzwaldbad auf dem kostenlosen Stellplatz, ca. 6 km von der Autobahn, übernachtet. Der Stellplatz hat eine kostenpflichtige Ver- und Entsorgungsanlage, die nahe Landstraße stört nachts nur wenig. Endlich durften wir auch mal für 99,9 Cent Diesel tanken. |
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Am Samstagmorgen gegen 6:30 Uhr zog unsere Fähre, die „Pasiphae Palace“ in Sichtweite an uns vorbei, gut eine Stunde später starteten wir Richtung Fährhafen Venedig. Für die Strecke benötigten wir rund 1 ½ Stunden. |
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Im neu organisierten Hafen am modernen Hafengebäude der „Minoan Lines“ konnten wir nach einem gemütlichen Frühstück gegen 13 Uhr die „Pasiphae Palace“ befahren. |
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Auf dem Schiff herrschte ein etwas gehobenes „Euro-Niveau“. Dennoch, das Essen im Selfservice hat uns ordentlich gemundet. Unsere Stimmung stieg mit einem Gläschen Wein, der Urlaub hatte begonnen.Wir erlebten einen der schönsten Sonnenuntergänge auf dem Meer. |
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Nordgriechenland - Westküste Am nächsten Tag, Sonntag, pünktlich um 13 Uhr trafen wir in Igoumenitsa bei angenehmen 25 Grad Temperaturen ein. Im Laufe der Jahre wurde der Hafen enorm erweitert, großzügige Flächen erleichtern das Ein- und Ausschiffen. Flugs noch in das Büro der „Minoan Lines“ und die Rückfahrt umgebucht, denn wir haben unsrer ursprüngliche Tour geändert und wollten von Patras aus zurückfahren. Nach wenigen Kilometern noch auf der E 55 an einer großen Tankstelle kurz vor Plataria konnten wir für 79,8 Cent Diesel tanken, den uns ein sehr freundlicher Tankwart in den Tank laufen ließ. Aqua? Kein Problem, ausdrücklich wurde uns ein bestimmter Wasserhahn empfohlen. Im Laufe unserer Tour fanden wir Tankstellen mit bis zu 69 Cent pro Liter Diesel vor. Kurz hinter Sivota wollten wir einen uns aus den Vorjahren bekannten Stellplatz in einer kleinen von Felsen begrenzten Bucht mit der Taverne von Niko anfahren. Doch dort waren Reisemobile nicht mehr willkommen, ein neues Schild „No Camping“ war angebracht. Allerdings hatte sich die Bucht auch gewandelt, die Taverne ist zu einer Bar mutiert, am Abend wurde Karaoke geboten. Toll! Nix wie weg! |
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Gemächlich fuhren wir weiter, immer mit Blick in die Buchten. Rund 6 km hinter Sivota hatten wir Glück, am Schild des Restaurant KAMINI geht eine Stichstraße zu zwei Buchten ab. An drei Stellen standen Reisemobile. |
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Am Ende der Straße haben wir gemeinsam mit einigen italienischen Reisemobilen ein Plätzchen fast direkt am Strand neben einer ruhigen Strandbar gefunden. Allerdings auch dort ein Verbotsschild, aber das war schon deutlich angerostet … Trotz großem Abfallcontainer, die in Griechenland jetzt überall an den Stränden anzutreffen sind, war der Platz von einigen Abfällen verschmutzt, also eine Tüte geschnappt und nach einigen Minuten war zumindest die unmittelbare Umgebung sauber. Dann ein herrlich erfrischendes erstes Bad im glasklaren Wasser des Meeres. |
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Sivota Am anderen Morgen, nach einem gemütlichen Frühstück wurde der Roller gestartet, um einen Bummel durch Sivota zu machen. Die vielen Restaurants und Tavernen am späten Vormittag an der Hafenmole waren noch leer, die Souvenirläden kaum besucht. Die Speisenkarten lockten auch in Deutsch, zum Teil unter den Preisen des Restaurant KAMINI. Nach der Rückkehr begann der faule Teil des Tages, mit lesen, baden und relaxen. Kurz entschlossen fuhren wir mit dem Roller am Abend noch mal in den Hafen von Sivota. Im Restaurant „TZIMAS“ trafen wir auf einen deutschsprachigen Wirt. „Ich wurde in Deutschland geheiratet“. Alles ein wenig preiswerter als am Vortag, bei guter Qualität. Der griechische Salat kostete 3,50 €, die Kalamari frittiert ohne Beilagen waren für 4,50 € annehmbar, für die Portion Tzatziki wurde 1,80 € verlangt. Den ½ Liter Hauswein erhielten wir für schlichte (so war aber auch der Geschmack) 2 €. Das ganze mit freiem Blick auf die schöne Bucht von Sivota während des Sonnenuntergangs. |
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Der Fluss Acheron spielte schon zu Odysseus Zeiten eine Rolle, seine Begegnung mit der Unterwelt und den Seelen der Verstorbenen ist überliefert. Oberhalb des Dörfchen Mesopotamon (Hinweisschilder Nekromanteo) finden wir das Orakel auf einem Hügel. Hier wurden die Fragen an die Zukunft gestellt, ein immerwährender Traum der Menschheit. Für 2 € Eintrittsgeld pro Nase erkundeten wir die Ruinen. |
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Unter den Grundmauern eines kleinen byzantinischen Kirchleins finden wir die Überreste der Orakelstätte. |
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Die schattigen Tavernen am Ufer der Acheronmündung in Amoudia luden zur Einkehr zu schon bekannten griechischen Preisen ein. Der einigermaßen deutsch sprechende junge Wirt der Taverne ACROGIALI führte die wenigen Gäste schlicht und einfach auf die schwachen Portemonnaies der Touristen zurück. Und überhaupt, vieles wäre in Deutschland günstiger. Seine Schwester in Hamburg zahlt zum Beispiel für einen Liter Milch nur etwa die Hälfte, wie in Griechenland. Die Politiker sind eben alle Verbrecher! Aber die vom Wirt selbst gefangenen auf dem Grill zubereiteten Calamaris für immerhin 7,50 € pro Portion waren köstlich. Das ist in Griechenland nicht mehr selbstverständlich, oft werden die Calamaris schon importiert! |
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Parga Am nächsten Tag haben wir mit dem Motorroller in das rund 25 Kilometer entfernte Parga aufgemacht. Parga ist „das“ touristische Zentrum an der griechischen Westküste, auch hier machte sich die Nachsaison bereits deutlich bemerkbar, es waren nur noch wenige Touristen in der Stadt. |
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Eine beeindruckende Naturkulisse rahmt das Städtchen ein, ein Restaurant an dem anderen reiht sich am Wasser. Die Gassen voller Souvenirlädchen, mit allen den schönen Dingen; die niemand braucht. Lederartikel haben hier Tradition, die Nachsaison hatte auch Einfluss auf die Preise, bis zu 50% Nachlass wurde geboten. Unser Fazit, das durchschlendern in den engen touristischen Gassen macht Spaß, aber nach einer Stunde machten wir uns wieder davon, zurück in das ruhige Amoudia. |
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Eine “Nebenstelle” des Autors! |
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Der “gestylte” Tourist |
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Fast ein Basar |
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Der Tag klingt aus mit relaxen, lesen und baden. Der Wassertank unseres Mobil wurde per Kanister aufgefüllt, als Transportmittel diente der Roller. Der Wasserhahn, jetzt rund 800 Meter entfernt am anderen Ende des Strands, machte das möglich. Am Abend kredenzte uns der Wirt von ACROGIALI frisch gefangenen und gebackenen Kabeljau, das Kilo zu vergleichbaren günstigen 24 €. Fisch ist in Griechenland traditionell teuer. Wir haben es nicht bereut, der Kabeljau hat uns ausgezeichnet gemundet. |
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Am nächsten Tag, gegen Mittag, tauchte in Amoudia ein Fahrzeug der Polizei auf. Freundlich aber bestimmt machte der junge englisch sprechende Polizist allen Besatzungen der italienischen und deutschen Reisemobile klar, dass hier kein Camping gestattet ist und bitte in spätestens 2 Stunden der Platz geräumt sein muss. Hinweise auf Campingplätze in Parga oder Preveza wurden gegeben. Zähneknirschend haben wir die „Vertreibung aus dem Paradies“ akzeptiert. Nach einem Bad im Meer machten wir uns auf dem Weg. Andere Reisemobilbesatzungen blieben da gelassener. Allerdings als wir aus Amoudia herausfuhren, kam uns das Polizeifahrzeug wieder entgegen. Uns wurde noch mal freundlich zugewinkt. Ob die Freundlichkeit anhielt, wenn die Beamten die noch verbliebenen Reisemobile sahen? |
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Wir bummelten Richtung Preveza die E 55 an der Küste entlang und fuhren „aufgeklärt“ zwei Campingplätze an. Der eine war bereits geschlossen, der andere war mit griechischen Dauercampern belegt. Außerdem waren die Olivenbäume viel zu niedrig, wir wären mit unserm Mobil gar nicht auf die Plätze gekommen. Der gesamte Küstenbereich bis Preveza weist weitläufige Sandbadestrände auf. Gemächlich fuhren wir weiter nach Kanali. |
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