Banner_2_Reisemobil-fahren.de

Griechenland August / September 2004, ein Reisebericht von Bernd Loewe

Dieser Bericht beschreibt keine „geheimen“ Stellplätze“, die sollte jeder selbst entdecken. Die beschrieben Stellplätze sind in den einschlägigen Publikationen bereits mehrfach veröffentlicht worden. Und nicht vergessen: In Griechenland ist ”Free Camping” nicht gestattet!

Zwei Jahre Sehnsucht nach Griechenland, jetzt war es endlich wieder soweit. Am Donnerstag, den 26. August 2004 am frühen Nachmittag wurde das gepackte Reisemobil in Hattingen an der Ruhr gestartet. Was haben wir vorher alles von Reisemobilfreunden gehört! Unsere Fährgesellschaft, die „Minoan Lines“ soll wie die „Superfast“ kein Camping an Bord mehr zur Verfügung stellen.

Von der Jagd auf freistehende Reisemobile in Griechenland mit Registrierung in einer Datei. Von Bußgeldern bis zu 200 € und mehr bei „Wiederholungstätern“. Wir blieben gelassen und lassen alles auf uns zukommen. Schließlich haben wir eine bestätigte Passage mit Camping an Bord und ein Reisemobil das ruck zuck gepackt ist und zum nächsten Ort fährt. Wir haben auch kein Problem damit, den einen oder anderen Campingplatz aufzusuchen.

Anreise

Bereits nach wenigen Kilometern fiel es dem Piloten schlagartig ein, kein Tropfen Wasser an Bord!  Aber kein Problem, unterwegs auf einem Autohof freundlich gefragt und der Wassertank konnte gefüllt werden. Das war uns 2 € Trinkgeld wert.  

Am Abend, nach 415 staufreien Kilometern mit einigen kräftigen Regenschauern haben wir in Bühl/Baden am Schwarzwaldbad auf dem kostenlosen Stellplatz, ca. 6 km von der Autobahn, übernachtet. Der Stellplatz hat eine kostenpflichtige Ver- und Entsorgungsanlage, die nahe Landstraße stört nachts nur wenig. Endlich durften wir auch mal für 99,9 Cent Diesel tanken. 

Am nächsten Morgen bei trockenem Wetter waren wir bald an der Schweizer Grenze und haben unsere „Schwerlastabgabe“ mit 32,50 Schweizer Franken entrichtet. Damit dürfen Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht ab Ausstellungsdatum für 12 Monate zehnmal die Schweiz durchqueren. Das Wetter in der Schweiz war optimal, daher haben wir diesmal den Gotthard über die Passstrasse mit den Pneus des Reisemobil erklommen.

Unser Mobil hatte mit den vielen Kurven keine Probleme, aber der Roller in der Heckgarage, der uns zum ersten Mal begleitete. Eine der bislang für die Fahrräder genutzten stabilen Halterungen hatte sich völlig gelöst. Allerdings waren die Schrauben zuhause schon locker, aber was denkt der optimistische Reisemobilist? Na klar … hält bestimmt! Nun, nach ca. 45 Minuten schrauben und etwas fluchen war die Halterung wieder fest. 

Italien begrüßte uns mit strahlenden Sonnenschein und Dieselpreisen von ca. 95 Cent. Bis Venedig haben wir den Autobahnraubrittern ihren Tribut (es wird Maut genannt) gezollt, wir sind für unseren 4,6 Tonner mit insgesamt 15,40 € davon gekommen. Nach ruhiger insgesamt 11stündiger Fahrt mit entsprechenden Pausen ab Bühl, sind wir ca. 75 km nördlich von Venedig auf einer Landzunge im Ort „Punta Sabbioni“ eingetroffen. Dort entlang der Promenade bis der Asphalt endet, hier stehen immer viele Reisemobile, da am Ende der Mole ein schöner Strand wartet. Ein gebührenfreier gut geeigneter Übernachtungsplatz, sogar mit Meerblick. Die staubige Piste wird allerdings von Fahrzeugen aller Art bis spät in den Abend immer wieder befahren. 

Am Samstagmorgen gegen 6:30 Uhr zog unsere Fähre, die „Pasiphae Palace“ in Sichtweite an uns vorbei, gut eine Stunde später starteten wir Richtung Fährhafen Venedig. Für die Strecke benötigten wir rund 1 ½ Stunden.

 Im neu organisierten Hafen am modernen Hafengebäude der „Minoan Lines“ konnten wir nach einem gemütlichen Frühstück gegen 13 Uhr die „Pasiphae Palace“ befahren.

 Da wir Igoumenitsa als Zielhafen gebucht hatten, waren wir fast die letzten, die auf das Campingdeck fahren durften. Zumindest ein Gerücht hat sich bislang nicht bestätigt, Camping an Bord war kein Problem.

Dicht gedrängt standen Pkws, Reisemobile, Gespanne und LKW auf dem Deck, die geforderten Sicherheitsbstände wurden so gerade eben eingehalten.

Wir erwischten noch so gerade eben ein zum Rangieren problemloses Plätzchen in der dritten Reihe des völlig ausgebuchten Campingdecks. Sogar der Blick aufs Meer war aus einem Fenster möglich. Ruckzuck wurden wir mit Strom versorgt.

Selbst auf der hochgezogenen Auffahrrampe standen Pkws und sogar ein Wohnwagengespann, Camping an Bord kann eben ganz abenteuerlich sein! Pünktlich um 15 Uhr griechische Zeit legte die Fähre zu einer ruhigen Überfahrt ab. 

Das Campingdeck war nur mit einer Codekarte zugänglich und wurde von Kameras überwacht. Eine „eindeutige“ Beschilderung und Flatterband (Schild: Schutzband!) grenzte das Deck zum Lkw-Bereich ab. Das Rauchverbot und das Verbot den Gaskocher zu nutzen, wurde von vielen Campern ignoriert. Kommentar: „Das machen doch alle hier“. Da fragt man sich, wie lange Camping an Bord noch angeboten wird?

Die zwei Duschen pro Geschlecht waren zwar einigermaßen sauber, aber der beginnende Verfall war unverkennbar. Eine Duschhalterung war defekt, die Toilettenspülkästen etwas ramponiert, aber funktionstüchtig. Dafür “strahlender” Luxus auf den Passagierdecks, innen wie außen. 

Auf dem Schiff herrschte ein etwas gehobenes „Euro-Niveau“. Dennoch, das Essen im Selfservice hat uns ordentlich gemundet. Unsere Stimmung stieg mit einem Gläschen Wein, der Urlaub hatte begonnen.Wir erlebten einen der schönsten Sonnenuntergänge auf dem Meer. 

Einige Bilder von der Überfahrt. Und immer wieder sehr schön, die Vorbeifahrt an Venedig

Nordgriechenland - Westküste

Am nächsten Tag, Sonntag, pünktlich um 13 Uhr trafen wir in Igoumenitsa bei angenehmen 25 Grad Temperaturen ein. Im Laufe der Jahre wurde der Hafen enorm erweitert, großzügige Flächen erleichtern das Ein- und Ausschiffen. Flugs noch in das Büro der „Minoan Lines“ und die Rückfahrt umgebucht, denn wir haben unsrer ursprüngliche Tour geändert und wollten von Patras aus zurückfahren.  

Nach wenigen Kilometern noch auf der E 55 an einer großen Tankstelle kurz vor Plataria konnten wir für 79,8 Cent Diesel tanken, den uns ein sehr freundlicher Tankwart in den Tank laufen ließ. Aqua? Kein Problem, ausdrücklich wurde uns ein bestimmter Wasserhahn empfohlen. Im Laufe unserer Tour fanden wir Tankstellen mit bis zu 69 Cent pro Liter Diesel vor. 

Kurz hinter Sivota wollten wir einen uns aus den Vorjahren bekannten Stellplatz in einer kleinen von Felsen begrenzten Bucht mit der Taverne von Niko anfahren. Doch dort waren Reisemobile nicht mehr willkommen, ein neues Schild „No Camping“ war angebracht. Allerdings hatte sich die Bucht auch gewandelt, die Taverne ist zu einer Bar mutiert, am Abend wurde Karaoke geboten. Toll! Nix wie weg! 

Gemächlich fuhren wir weiter, immer mit Blick in die Buchten. Rund 6 km hinter Sivota hatten wir Glück, am Schild des Restaurant KAMINI geht eine Stichstraße zu zwei Buchten ab. An drei Stellen standen Reisemobile.

Am Ende der Straße haben wir gemeinsam mit einigen italienischen Reisemobilen ein Plätzchen fast direkt am Strand neben einer ruhigen Strandbar gefunden. Allerdings auch dort ein Verbotsschild, aber das war schon deutlich angerostet … Trotz großem Abfallcontainer, die in Griechenland jetzt überall an den Stränden anzutreffen sind, war der Platz von einigen Abfällen verschmutzt, also eine Tüte geschnappt und nach einigen Minuten war zumindest die unmittelbare Umgebung sauber. Dann ein herrlich erfrischendes erstes Bad im glasklaren Wasser des Meeres. 

Eine erste Erkundung in der näheren Umgebung mit dem Roller hat keinen besseren Stellplatz erbracht. Die Bucht von Perdika mit dunklem Sand lockte nur zwei Mobile, die auf dem Parkplatz des Restaurant standen. Die jungen Griechen auf flotten Motorrädern fegten zum Teil mit nackten Oberkörper vorbei, vom Helm erst recht keine Spur. Da kam man sich mit Helm und Motorradjacke fast schon ein wenig blöd vor! Unterwegs Zutaten für griechischen Salat gekauft, dazu Wein und Quzo, alles Wichtige war damit an Bord! 

Einige hundert Meter vom Stellplatz entfernt konnten wir abends im Cafe und Restaurant KAMINI (eigentlich nach unserm Verständnis eine Taverne) mit Meerblick (Aufpreis?) gut essen. Das Preisniveau: Der ½ Liter Wein in der Karaffe kostete 3,60 €, eine gute Portion Sardinen 5,30 €, der griechische Salat immerhin 4,50 €, das Tellerchen Tzatziki kostete stolze 2,60 €, das Körbchen Brot wurde mit 1,20 € berechnet.Freundlicher Weise gab es als Nachtisch eine ordentliche Portion Wassermelone auf Kosten des Hauses.  

Trotz Stichstraße suchten in der Nacht von Sonntag auf Montag einige Fahrzeuge die Bucht auf. Manchmal nur um zu wenden und wieder den Berg heraufzudonnern, aber auch der Strand wurde aufgesucht. Das junge Liebespaar mit Motorroller störte allerdings nur wenig. Erstaunlicherweise hat die bessere Hälfte tief und fest geschlafen und nichts mitbekommen, während der Beschützer aus dem Alkovenfenster lugte und die, wie sich herausstellte, harmlosen Situationen überwachte.

Sivota

Am anderen Morgen, nach einem gemütlichen Frühstück wurde der Roller gestartet, um einen Bummel durch Sivota zu machen. Die vielen Restaurants und Tavernen am späten Vormittag an der Hafenmole waren noch leer, die Souvenirläden kaum besucht. Die Speisenkarten lockten auch in Deutsch, zum Teil unter den Preisen des Restaurant KAMINI. Nach der Rückkehr begann der faule Teil des Tages, mit lesen, baden und relaxen. 

Kurz entschlossen fuhren wir mit dem Roller am Abend noch mal in den Hafen von Sivota. Im Restaurant „TZIMAS“ trafen wir auf einen deutschsprachigen Wirt. „Ich wurde in Deutschland geheiratet“. Alles ein wenig preiswerter als am Vortag, bei guter Qualität. Der griechische Salat kostete 3,50 €, die Kalamari frittiert ohne Beilagen waren für 4,50 € annehmbar, für die Portion Tzatziki wurde 1,80 € verlangt.  Den ½ Liter Hauswein erhielten wir für schlichte (so war aber auch der Geschmack) 2 €. Das ganze mit freiem Blick auf die schöne  Bucht von Sivota während des Sonnenuntergangs.  

Dennoch haben wir uns beim Abendessen entschlossen, am nächsten Tag wieder aufzubrechen. Nach der Rückkehr aus Sivota wurde der Roller mit freundlicher Unterstützung eines Italieners in die Heckgarage gewuchtet. Die Handgriffe sitzen noch nicht so richtig, vielleicht sollten wir den Roller doch lieber bei Tageslicht verladen?  

Die folgende Nacht war frei von Belästigungen. Am späten Vormittag fuhren wir über Perdika auf einer landschaftlich schönen Nebenstrecke durch das mit engen Straßen versehende Dorf Anthoussa nach Parga. Davon später mehr, jetzt wollten wir erst mal Amoudia erkunden. Vor 10 Jahren waren wir das letzte Mal in Amoudia, unmittelbar am sagenumwobenen Fluss Acheron. Schon damals gab es Zwistigkeiten zwischen den Hoteliers und den Tavernenbesitzern, die einen wollten ihren Gästen nicht den Anblick der vielen Reisemobile zumuten, die anderen wollten nicht auf die zahlenden Gäste verzichten. Mal kassierte die Gemeinde in den Jahren davor Stellplatzgebühren, mal verjagte die Obrigkeit höflich die Reisemobile. Empfehlung der Griechen: „Wenn die Polizei kommt, Reisemobil abschließen und weggehen“. Das klappte vor 10 Jahren bestens.

Langgezogene Sandbucht, herrliches klares warmes Wasser

Promenade am Fluss Acheron, hier liegen die Fischerboote und einige Freizeitboote

Dieses Jahr war das magere Eukalyptuswäldchen frei von Reisemobilen. Der Hauptteil des Wäldchen ist in einen Art Park mit steinernen Wegen umgewandelt worden. Aber rechts und links der lang gezogenen Bucht mit dem wunderschönen Sandstrand standen doch einige Reisemobile. Wir haben einen Stellplatz am Rand des Parks, direkt am Strand, zusammen mir drei anderen Reisemobilen aus Italien gefunden. Am Strand mehrere funktionierende Duschen, in der Nähe des Stellplatzes ein Wasserhahn, was will man als Reisemobilist  mehr!  Der kleine Supermarkt gegenüber verkaufte noch frisches Brot, das Laib für 50 Cent. Die Saison endet hier bereits Ende August, der Strand war nur noch wenig besucht. Die vielen Tavernen am Ufer des Acheron waren selbst am Abend fast leer. Eine erste Erkundigungstour mit dem Roller führte ca. 14 km nach Kanaliki, zur Mittagszeit völlig ausgestorben. Supermärkte, Restaurants und viele Geschäfte warteten auf den Nachmittag und Kunden. 

Der Fluss Acheron spielte schon zu Odysseus Zeiten eine Rolle, seine Begegnung mit der Unterwelt und den Seelen der Verstorbenen ist überliefert. Oberhalb des Dörfchen Mesopotamon (Hinweisschilder Nekromanteo) finden wir das Orakel auf einem Hügel. Hier wurden die Fragen an die Zukunft gestellt, ein immerwährender Traum der Menschheit. Für 2 € Eintrittsgeld pro Nase erkundeten wir die Ruinen.

Unter den Grundmauern eines kleinen byzantinischen Kirchleins finden wir die Überreste der Orakelstätte.

Am späten Nachmittag kam der für diese Jahreszeit typische kräftige Wind auf, der den feinen Sand bis an unser Reisemobil trieb. Das veranlasste uns, auf die andere Seite der Bucht, an die Mole zu wechseln. Den Acheron im Rücken, nach vorne der Blick auf die herrliche Sandbucht von Amoudia. Ein Superstellplatz! 

Die schattigen Tavernen am Ufer der Acheronmündung in Amoudia luden zur Einkehr zu schon bekannten griechischen Preisen ein. Der einigermaßen deutsch sprechende junge Wirt der Taverne ACROGIALI führte die wenigen Gäste schlicht und einfach auf die schwachen Portemonnaies der Touristen zurück. Und überhaupt, vieles wäre in Deutschland günstiger. Seine Schwester in Hamburg zahlt zum Beispiel für einen Liter Milch nur etwa die Hälfte, wie in Griechenland. Die Politiker sind eben alle Verbrecher! Aber die vom Wirt selbst gefangenen auf dem Grill zubereiteten Calamaris für immerhin 7,50 € pro Portion waren köstlich. Das ist in Griechenland nicht mehr selbstverständlich, oft werden die Calamaris schon importiert!

 Am zweiten Abend wurde uns Mousaka (griech. Auflauf mit Kartoffeln, Auberginen, Hackfleisch und einer speziellen Sauce, die überbacken wird) empfohlen, die Familie hätte am Mittag auch davon gegessen. Das war ein guter Tipp, selten haben wir so eine leckerere Mousaka erhalten. Auch heute gab es zum Abschluss einen Quzo auf Kosten des Hauses. Die Hausfrau gesellte sich zu uns und erzählte uns stolz von ihren Hamburger Enkelkindern, von ihrer Zeit in Hannover, wo sie Marmelade herstellte. Zufrieden haben wir uns anschließend vor unserem Reisemobil gesetzt und den Blick aufs Meer genossen.

Parga

Am nächsten Tag haben wir mit dem Motorroller in das rund 25 Kilometer entfernte Parga aufgemacht. Parga ist „das“ touristische Zentrum an der griechischen Westküste, auch hier machte sich die Nachsaison bereits deutlich bemerkbar, es waren nur noch wenige Touristen in der Stadt.

Eine beeindruckende Naturkulisse rahmt das Städtchen ein, ein Restaurant an dem anderen reiht sich am Wasser. Die Gassen voller Souvenirlädchen, mit allen den schönen Dingen; die niemand braucht. Lederartikel haben hier Tradition, die Nachsaison hatte auch Einfluss auf die Preise, bis zu 50% Nachlass wurde geboten. Unser Fazit, das durchschlendern in den engen touristischen Gassen macht Spaß, aber nach einer Stunde machten wir uns wieder davon, zurück in das ruhige Amoudia. 

Eine “Nebenstelle” des Autors!

Der “gestylte” Tourist

Fast ein Basar

Der Tag klingt aus mit relaxen, lesen und baden. Der Wassertank unseres Mobil wurde per Kanister aufgefüllt, als Transportmittel diente der Roller. Der Wasserhahn, jetzt rund 800 Meter entfernt am anderen Ende des Strands, machte das möglich. Am Abend kredenzte uns der Wirt von ACROGIALI frisch gefangenen und gebackenen Kabeljau, das Kilo zu vergleichbaren günstigen 24 €. Fisch ist in Griechenland traditionell teuer. Wir haben es nicht bereut, der Kabeljau hat uns ausgezeichnet gemundet.  

Am nächsten Tag, gegen Mittag, tauchte in Amoudia ein Fahrzeug der Polizei auf. Freundlich aber bestimmt machte der junge englisch sprechende Polizist allen Besatzungen der italienischen und deutschen Reisemobile klar, dass hier kein Camping gestattet ist und bitte in spätestens 2 Stunden der Platz geräumt sein muss. Hinweise auf Campingplätze in Parga oder Preveza wurden gegeben. Zähneknirschend haben wir die „Vertreibung aus dem Paradies“ akzeptiert. Nach einem Bad im Meer machten wir uns auf dem Weg. Andere Reisemobilbesatzungen blieben da gelassener. Allerdings als wir aus Amoudia herausfuhren, kam uns das Polizeifahrzeug wieder entgegen. Uns wurde noch mal freundlich zugewinkt. Ob die Freundlichkeit anhielt, wenn die Beamten die noch verbliebenen Reisemobile sahen? 

Wir bummelten Richtung Preveza die E 55 an der Küste entlang und fuhren „aufgeklärt“ zwei Campingplätze an. Der eine war bereits geschlossen, der andere war mit griechischen Dauercampern belegt. Außerdem waren die Olivenbäume viel zu niedrig, wir wären mit unserm Mobil gar nicht auf die Plätze gekommen.  

Der gesamte Küstenbereich bis Preveza weist weitläufige Sandbadestrände auf. Gemächlich fuhren wir weiter nach Kanali.

Zum zweiten Teil

 

Zurück zur Übersicht Reiseberichte Deutschland - Europa - Welt