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Stellplatz Neohorio

Nach einem Einkauf in einem großen Supermarkt fuhren wir über Zaharo nach Neohorio, hier bietet ein lang gezogener breiter Sandstrand, mit einer der üblichen Strandbars, Platz für viele Reisemobile. Das Wasser war angenehm warm, so endete der Tag mit baden und relaxen. Nachdem der Holzkohlegrill unser Grillgut bewältigt hatte, haben wir auf das nächtliche Meer geschaut und uns über diese romantische Übernachtungsmöglichkeit gefreut.

Wasser gibt es im Ort bei den Tavernen, Essen gehen und fragen!

Die Toiletten liessen sich hinter einem defekten Toilettenhaus in einem Abfluss entleeren.

Am nächsten Tag lernten wir Renate und Peter kennen, die mit einem Wohnwagengespann unterwegs waren und Freunde von Askin und Ralf waren.

Am Abend kehrten wir gemeinsam in eine Taverne in Neohorio (übersetzt bedeutet das „Neues Dorf“) ein, der Wirt sprach ein wenig deutsch, er hatte vor 40 Jahren einige Jahre in Deutschland gearbeitet. Wir bewunderten seinen Garten, wo Hühner auf den Bäumen saßen und der Hahn sein Regiment führte, wo Ziegen und Katzen friedlich miteinander lebten. Der Wirt erzählte uns, dass zurzeit keine Gefahr besteht, dass die Polizei den Strand räumt. Der „Verrückte“, ausgedrückt mit dem Zeigefinger an der Stirn, der immer die Polizei anruft, wäre in Athen.

Beruhigt wurde abends am Strand das aufgesammelte Holz zu einem kleinen Lagerfeuer verbrannt. Mit diesem romantischen Ausklang des Tages waren wir alle mehr als zufrieden.

Was war am nächsten Tag? Am späten Vormittag tauchte die Polizei auf, alle Reisemobilbesatzungen wurden gebeten abzufahren. Selbst die Badenden wurden aus dem Wasser gepfiffen. Das war für uns kein Problem, wir wollten sowieso weiter fahren. Auch diesmal war die Polizei freundlich, keine Androhung eines Bußgeldes, das Kennzeichen wurde auch nicht notiert.Später haben wir noch erfahren, dass in den 2 Wochen danach die Polizei nicht mehr aufgetaucht ist.

Nach dem Abschied von unserer netten Urlaubsbekanntschaft und machten uns auf den Weg. Die gemeinsame Tour in die Türkei im nächsten Jahr war weitgehend beschlossene Sache. Wir kurvten im wahrsten Sinne des Wortes den Westfinger des Peloponnes weiter Richtung Pilos. Zum Teil sind einige nicht ganz unproblematische Ortsdurchfahrten mit engen zugeparkten Straßen zu bewältigen. Freude kommt insbesondere dann auf, wenn die Durchgangsstraße wegen Bauarbeiten gesperrt ist und keine Umleitung ausgeschildert ist.  

Ochsenbauchbucht“ (Voidokoilia Bucht)

Dieses Jahr wollten wir endlich mal die berühmte „Ochsenbauchbucht“ (Voidokoilia Bucht) besuchen. Rund 9 Kilometer hinter Chora fuhren wir einige Kilometer Richtung Hora auf immer schmaler (zum Ende einspurig, für größere Mobile bei Gegenverkehr schon etwas kritisch) werdenden Sträßchen zur Bucht.

Die Bucht stellt sich als 180 Grad „Mondsichel“ mit Sandstrand dar, rechts und links von zwei Felskaps eingerahmt. In der Antike war die Bucht der Hafen, der in der Nähe liegenden Bergfestung Paleokastro auf dem Koryphäsion Felsgipfel. Es lohnt sich angeblich, heraufzusteigen, wegen der Superaussicht auf die Osaman Aga Lagune und der Navarino Bucht.

Auf dem Parkplatz vor der Bucht standen mehrere Hinweisschilder, die das „Free Camping“ unter Knastandrohung (!) verbieten.

Einige Reisemobilisten äußern sich ja geradezu euphorisch über die Schönheit dieser Lagune. Wir haben das nicht so ganz nachvollziehen können, haben den Abstecher aber dennoch nicht bereut. 

Stellplatz Finiki-Beach

Nach einer Rast fuhren wir weiter Richtung Methoni, kurz vor dem Ort links weiter Richtung Finikounda. Auf dieser erst seit einigen Jahren vorhandenen neuen gut ausgebauten Straße, an einer Bucht „Finiki-Beach“, neben einer Taverne, stehen immer einige Reisemobile. Der Strand ist eher bescheiden, die Stellfläche ist staubig, steinig und macht irgendwie trotz der Olivenbäume einen „unaufgeräumten“ Eindruck. Offensichtlich waren vor kurzen Planierraupen am Werk. Der Wirt der Taverne liefert sogar Strom für die Reisemobile.

Wir haben unsere „Stellplatzgebühr“ in der Form eines Abendessens entrichtet, mit dessen Qualität wir sehr zufrieden waren. Der griechische Salat war riesig, wurde aber auch mit 4 € berechnet. Bis in den Abend hinein trieb der kräftige Wind den Staub über den Parkplatz, der Wind und damit auch die Wellen beruhigten sich erst in der Nacht. Am Morgen war es zwar bewölkt, aber der Wind war wieder normal, der Wellengang nur noch gering. Die vorbeifahrenden Motorräder und Pkws waren nicht zu überhören.

Dennoch, einige Tage später, als der Platz mit dem Roller noch mal aufgesucht wurde, standen dort 8 Reisemobile. 

Finikounda und Camping ANEMOMILOS

Wir haben uns nach einer Nacht entschlossen nach Finikounda zu fahren. Der Ort mit seiner Sandbucht und kleinen Fischerhafen hat sich in den letzten 20 Jahren vom Bauerndorf zum touristischen Urlaubsort entwickelt. Ob idyllisch oder nicht, uns gefällt die Mischung dörflicher Atmosphäre und angepassten Tourismus insbesondere in der Nachsaison gut. Finikounda ist im Vergleich zu anderen Orten mit ca. 600 Einwohnern klein und noch nicht von Pauschalurlaubern erobert, da es Gott sei Dank keine größeren Hotels gibt. Der Blick über die Bucht vom Restaurant ELENA an der Landspitze oberhalb des kleinen Hafens gefällt uns immer wieder, wie auch die dort angebotene Vielfalt an Speisen und Spezialitäten, deren Qualität, aber auch preislich über dem Durchschnitt der „normalen“ griechischen Tavernen liegt.   

Obwohl wir erst den 10. September haben, sind die nicht so attraktiven Campingplätze in Finikounda schon quasi leer. Wir fahren auf den nach unserer Ansicht schönsten Platz, Camping ANEMOMILOS. Der Campingplatz liegt direkt am Strand, auf einer Seite von Felsen begrenzt. Die Sanitäranlagen zumindest im Hauptgebäude sind akzeptabel. Das Internet-Cafe auf der Dachterrasse bietet einen wunderschönen Ausblick über das Meer. Der Stellplatz für ein Reisemobil mit 2 Personen plus Strom kostet laut Preisliste in der Nebensaison, die am 11. September beginnt, 17 €. Bereits bei der Begrüßung wurde der Preis auf 15 € gesenkt. Der Platz war eben auch nur noch ca. ein Drittel belegt.Unser Plätzchen unter schattigen Bäumen war ringsherum österreichischen Campern eingekreist. Ein älteres Paar mit einem James Cook, ebenfalls aus Österreich, kam kurz nach uns an, es wurde mehrfach rangiert, damit unser Blick aufs Meer nicht zu sehr beschränkt wurde. Das fanden wir ausgesprochen nett. 

Zum fünften Teil

 

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